FAQ: rel="nofollow"


Was bedeutet nofollow?

Wörtlich übersetzt bedeutet "nofollow" soviel wie "nichtfolgen". Bei Internet-Links hat das eine besondere Bedeutung für die Suchmaschinen. Ein mit "nofollow" markierter Link ist ein Hinweis an die Suchmaschinen, dass der Link mit dem aktuellen Seiteninhalt nichts oder nur wenig zu tun hat. Es bedeutet mehr oder weniger: "der Link ist nur eine Werbung".

Dementsprechend sind die Webmaster besonders auf Links aus, die kein solches Attribut tragen. Denn die Inhalte der von den Webmastern bearbeiteten Seiten sollen ja nicht gleich in der Werbemülltonne oder gar im Spam-Eimer der Suchmaschinen landen!

Historisch hat Google das Attribut eingeführt, um gegen Webspam vorzugehen. Webmaster konnten viele Link-Spam-Attacken einfach dadurch wertlos machen, dass sie die Links mit einem rel="nofollow" "wertlos" gemacht haben. Ein Spam-Kommentar in einem Blog oder Forum, der von den Suchmaschinen ignoriert wird, ist für viele Spammer nämlich nichts mehr wert. Siehe hierzu auch den historischen Eintrag im englischen Google-Blog vom Januar 2005 zum Thema Kommentarspam bzw. rel="nofollow". Mittlerweile hat dieses Attribut auch den Einzug in die offiziellen W3C-HTML-Definition gefunden. "nofollow" wird also künftig immer bedeutsamer.

Wie sieht ein nofollow-Link aus?

LinkHTML-CodeErklärung
FAQ<a href="/faq.html">FAQ</a>Regulärer Link
FAQ<a href="/faq.html" rel="nofollow">FAQ</a>Link mit nofollow-Attribut

Wie Sie sehen, lässt sich der Link mit gesetztem nofollow-Attribut optisch nicht von dem regulären Link unterscheiden. Das war auch genau die Absicht, denn das nofollow-Attribut war nicht zur Unterscheidung für die Menschen, sondern für die Suchmaschinen gedacht. Natürlich könnte man kritisch nachfragen, warum Menschen der Spam zugemutet wird, Suchmaschinen aber nicht? Aber das ist eine andere Geschichte...

nofollow sichtbar machen

Manchmal wäre es hilfreich, schon auf den ersten Blick zu sehen, ob ein Link auf einer Webseite mit nofollow versehen ist. Für den Firefox-Browser gibt es genau zu diesem Zweck das Plugin NoDoFollow. Mit ihm zeigt der Firefox alle "nofollow"-Links einer Webseite mit einer roten Hintergrundfarbe an, und alle "dofollow"-Links mit blauem Hintergrund. Das Plugin kann also nofollow-Links übersichtlich anzeigen. Die obige Tabelle sähe mit dem NoDoFollow-Plugin dann so aus: Beispielanzeige des NoDoFollow-Plugins

Das NoDoFollow-Plugin zum Anzeigen von nofollow-Einträgen ist in der Handhabung sehr praktisch. Es kann mit der Firefox-Menüleiste oder per Rechtsklick im Kontextmenü einer Seite ein- und ausgeschaltet werden. Hilfreich ist auch, dass mit dem Plugin auch grafische Links einer Seite auf den ersten Blick erkennbar sind.

Was bedeutet "nofollow" in der Praxis?

Nofollow bedeutet in der Praxis vor allem, dass die Suchmaschinen die verlinkte Seite als Werbung werten sollen, und nicht als explizite Empfehlung. Google spricht davon, dass in solche Links kein Link-Juice mehr fließt. Insbesondere vererbt Google über nofollow keine Ankertexte und keinen Google PageRank. Die meisten Expertinnen und Experten gehen heute davon aus, dass ein mit nofollow versehener Link auch nicht dabei hilft, bessere Positionen in den Suchmaschinen zu erreichen. Das heißt aber nicht, dass Sie auf solche Links komplett verzichten sollten. Denn ein Eintrag bei zum Beispiel Wikipedia, wo alle ausgehenden Links als nofollow markiert sind, kann Ihnen ja auch direkte Besucher von der Wikipedia vermitteln.

Eine Seite wird trotz "nofollow" gefunden, warum?

Wenn eine Unterseite nicht von den Suchmaschinen gefunden werden soll setzen manche Webmaster und Webmistresses darauf, die Seite nur mit 'nofollow' zu verlinken. Das ist allerdings ein Fehler. Denn zum einen ist das nofollow-Attribut für die Suchmaschinen kein direktes Folgeverbot, sondern eher eine Nichtfolge-Empfehlung. Vor allem aber kann ja nur selten ausgeschlossen werden, dass es woanders noch einen 'dofollow'-Link auf die Seite gibt. Die Suchmaschine würde dann zwar dem 'nofollow'-Link nicht folgen, dem anderen Link aber schon. Dieser andere Link muss übrigens nicht einmal unbedingt ein Link in einer HTML-Webseite sein, es könnte zum Beispiel auch ein Link aus einem XML-Feed oder aus einer Sitemap sein. Richtige Methoden, um eine Suchmaschine von einer Webseite fernzuhalten sind:

  1. Das Aussperren der Seite über ein Verbot im "robots.txt":
    User-agent: *
    Disallow: /nicht-fuer-suchmaschinen.html
  2. Eine Markierung der Seite mit "noindex" im HTML-Kopfbereich:
    <meta name="robots" content="noindex">

"PageRank-Sculpting" per "nofollow"?

Für den Zeitraum von einigen Monaten wurde ein bestimmter Trick gerne diskutiert. Die nach Ansicht der Webmistresses und Webmaster wertvolleren Unterseiten eines Webauftritts sollten besonders viel LinkJuice ("Linksaft") bekommen, damit sie besser von den Suchmaschinen gefunden werden. Die Idee ging wie folgt. Wenn zum Beispiel die Startseite eines Webauftritts sämtliche Links bis auf einen als "nofollow" markiert, dann müsste doch dieser eine übrig gebliebene Link praktisch den kompletten LinkJuice bekommen?

Den Aussagen des Google-Mitarbeiters Matt Cutts zufolge hatte dieser Trick einige Zeit lang tatsächlich funktioniert. Dann aber habe Google seinen Algorithmus zur Seitenbewertung geändert, der Trick zum PageRank-Sculpting funktioniere nun nicht mehr. Die per 'nofollow' stillgelegten Links bekommen seitdem ebenfalls ihren Anteil an LinkJuice zugewiesen, der aber noch versickert, bevor er das Linkziel erreicht. Wenn also heute eine Seite zehn ausgehende Links hat, bekommt jeder von ihnen maximal ein Zehntel des LinkJuices zugewiesen. Bei den ausgehenden Links mit nofollow versickert dieses Zehntel gleich wieder, bei jedem dofollow-Link kommt aber dennoch maximal ein Zehntel des LinkJuices an.

Ab und zu wird auch heute noch diskutiert, ob die Methode des PageRank-Sculptings per Nofollow nicht doch funktioniert. Die Mehrheit der Stimmen geht aber davon aus, dass es besser ist, bei internen Links nicht auf nofollow zu setzen.

Was bedeutet "dofollow"?

Der Begriff "dofollow" ist genau genommen nur eine beschreibende Wortschöpfung, denn im HTML gibt es kein dofollow-Attribut. Es gehört heute aber zum allgemeinen Sprachgebrauch und besagt, dass ein Link eben nicht per nofollow eingetragen ist. Kurz gesagt bedeutet dofollow also: nicht nofollow bzw. follow.

Gibt es ein rel="follow"?

Es läge eigentlich nahe, dass es zum rel="nofollow" das Pendant rel="follow" gäbe. Das gibt es aber genauso wenig, wie ein rel="dofollow". Auf manchen Webseiten findet sich diese Eigenschöpfung aber dennoch.

Kurioserweise funktioniert das trotzdem im Sinne derjenigen, die die Seite mit dem Syntaxfehler erstellt haben. Denn für die Suchmaschinen ist ein Link nur dann "nofollow", wenn er auch tatsächlich als "nofollow" gekennzeichnet ist. Das bedeutet, die Suchmaschinen ignorieren das fehlerhafte rel="follow" einfach, und verstehen den Link dann standardmäßig als "dofollow".

Was bedeutet "nofollow" in den Meta-Tags?

Ab und zu finden sich Seiten, die nicht nur einzelne Links gezielt mit nofollow versehen, sondern mit einer Generaleinstellung alle Links einer Seite als nofollow kennzeichnen. Dies geschieht über eine Einstellung im Kopfbereich einer Seite:

<meta name="robots" content="nofollow">

Alle Links auf einer solchen Seite gelten automatisch als "nofollow", auch wenn die Links nicht mehr explizit als nofollow gekennzeichnet sind.

<meta name="robots" content="follow">

Der Head-Bereich einer HTML-Seite ist der einzige Platz, bei dem ein "follow" tatsächlich definiert ist. Und zwar in einer Konstruktion wie der folgenden:

<meta name="robots" content="follow">

Die Einstellung bedeutet, dass standardmäßig jeder Link einer Seite als dofollow-Link gewertet werden soll, wenn er nicht explizit als "nofollow" gekennzeichnet wird. Er bedeutet nicht, dass jeder Link einer Seite ein dofollow-Link ist! <meta name="robots" content="follow"> ist damit eigentlich überflüssig. Denn wenn der Eintrag weggelassen wird, verhält sich die Webseite genau gleich.