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FAQ: Layer-WerbungWissenswertes zur Layer-Werbung
Was ist Layer-Werbung?Layer-Werbung zeigt eine Werbung direkt auf einer Webseite in einem Layer an. Die Webseite kann meistens erst dann richtig benutzt werden, wenn diese Werbung "weggeklickt" wurde, oder nach einem längeren Zeitraum automatisch verschwindet. Layer-Werbung ist also eine Möglichkeit, die Besucher einer Seite dazu zu zwingen, sich mit der Werbung auseinanderzusetzen. Erst kam die Popup-Werbung und Popunder-WerbungEs ist für Werbetreibende selten leicht, die Aufmerksamkeit der Internetgemeinde zu erreichen. Fast jede Darstellungsfläche des Internets ist vollgepflastert mit Werbeanzeigen, und die Internetnutzer haben gelernt, sie weitestgehend zu ignorieren. Die Werbemethoden wurden daher immer aufdringlicher. Als eine der nervigsten Werbeformen entstand die Popup-Fenster-Werbung. Ein neues Fenster ging auf (englisch 'pop-up') und zeigte Werbung an. Manchmal gibt es sogar gleich mehrere Popup-Werbungen auf einmal, und manchmal gehen die Fenster nicht im Vordergrund, sondern im Hintergrund auf ('pop-under'). Die Benutzer wissen oft gar nicht, dass ein Fenster im Hintergrund geöffnet wurde, und erst beim Schließen der Fenster sehen sie dann - für Sie aus dem Nichts kommende - Erotikwerbung oder ähnliches. Dann kam die Layer-WerbungAllerdings kann Popup-Werbung vergleichsweise leicht unterbunden werden. Einen Schritt weiter gehen deswegen die Layer-Werbungen (Layer-Ads). Sie sind genauso aufdringlich, wie die Popup-Werbungen. Im Gegensatz dazu sind die die Layer-Werbungen aber schwer zu sperren. Denn die Layer-Ads werden über moderne Browser-Techniken im bereits aktiven Fenster angezeigt. Die Browser können daher nicht so leicht feststellen, dass die Anzeige eigentlich eine ungewünschte Werbung ist. Eine gewisse Aufmerksamkeit für die Layer-Werbungen scheint damit gesichert. Und was ist dann die IFrame-Werbung?Die IFrame-Werbung ist eine Mischform zwischen Bannerwerbung und Layer-Werbung. Wie ein Banner platziert sie eine Werbung fest auf einer Seite. Allerdings wird auf diesem Platz nicht ein Bild (per HTML IMG) geladen, sondern der Inhalt einer anderen Seite (per HTML IFrame). Als Inhalt dient üblicherweise die Seite eines Werbepartners. Wie bei der Layer-Werbung refinanziert sich der Frame-Anbieter in der Regel über das Cookie-Dropping. Beim Anbieter usemax.de heißt diese Art der Werbung Frame-Ad. User: gereizte StimmungOffenbar reicht es manchen Anbietern nicht einmal aus, dass die Werbung aktiv weggeklickt werden muss. Manche Layer-Anbieter versuchen noch andere Tricks, um die Nutzer zu einem Klick auf die Werbefläche zu überlisten. Ein häufiges Beispiel ist die Nutzung ungewöhnlicher Bedienelemente in den Werbefenstern. Die Nutzer meinen, das Fenster zu schließen, aber das Gegenteil passiert. Diese Taktik wird tendenziell eher von den sogenannten Abzocker-Angeboten genutzt, die auf Kundenklicks angewiesen sind. Layer-Werbungen, die ihren Umsatz über das Herausschleudern von Cookies machen (Cookie-Dropping), sind hier etwas dezenter. So oder so fühlen sich viele Internetnutzer von der Layer-Werbung aber gestört, und sie halten die Layerwerbung für hochgradig nervig. Wie kann ich die Layer-Werbung loswerden?Die Layer-Werbung kann nicht so einfach blockiert werden, wie bei Popup- oder Popunder-Fenstern. Denn die Layer werden per Javascript im aktuellen Fenster angezeigt. Es gibt aber außer dem gänzlichen Abschalten von Javascript noch ein paar andere Tricks. Für den im folgenden beschriebenen Weg zum Ausschalten der Layer-Werbung sind allerdings Administrationsrechte am Computer notwendig: Layer-Werbung blockenDer effektivste Weg zum Sperren der Layer-Werbung ist leider ziemlich brutal. Die Idee liegt darin, die Seiten der Layer-Anbieter komplett auszusperren. Windows-Administratoren können in der Datei C:\WINDOWS\system32\drivers\etc\hosts die Domains der Layer-Anbieter auf eine falsche oder ungültige Seite setzen. Warnung: mit dem folgenden Beispiel werden nicht nur die Layer-Werbungen, sondern teilweise auch die regulären Webseiten der Layer-Anbieter gesperrt! In C:\WINDOWS\system32\drivers\etc\hosts (bei Linux in /etc/hosts) einfügen: 127.0.0.1 bin-layer.de Webmaster: und warum das ganze?Das Geschäftsmodell der Layer-Anbieter ist für Webmaster mit viel Traffic verlockend, weil die Vergütung nicht nur bei einem Klick auf die Anzeige ("pay per click" bzw. ppc), sondern auch und gerade für das "Wegklicken" erfolgt. Letztlich ist es also eine Bezahlung pro Ansicht ("pay per view", "pay per impression"). Üblich sind Beträge von 0,1 Cent bis 0,4 Cent pro Klick, die Webmaster erhalten also bei 1000 Anzeigen etwa einen bis vier Euro. Die Masse machts. Webmaster sollten sich aber zweierlei vor Augen halten. Zum einen verärgern sie mit Layer-Werbung ihre User. Und das gilt auch, wenn sie schwer bewirtschaftbare Angebote wie Video-Seiten, Spiele-Portale, Chats usw. betreiben. Und zweitens sollten sie die Überlegung anstellen, ob sie sich mit den Layern selbst Konkurrenz machen. Denn oftmals haben Webmaster zusätzlich noch Bannerwerbungen auf ihren Seiten. Und wer für ein Angebot gleichzeitig per Bannerwerbung und per Layer-Werbung wirbt, wundert sich wahrscheinlich früher oder später über die geringe Konversion der Banner. Die Webmaster sollten daran denken, dass die Layer effektiv die Cookie-Laufzeiten ihrer mühsam erwirtschafteten Banner-Klicks reduzieren. Anbieter für Layer-Werbung
Werbetreibende: Layer-Werbung verbieten?Layer mit "Abzock"-AngebotenDie Layer-Werbung rechnet sich nach Meinung vieler Experten eigentlich nur für sogenannte Abzocker-Angebote. Das sind Dienstleistungen, die den Eindruck der Kostenfreiheit suggerieren, tatsächlich aber ein kostenpflichtiges Vertragsverhältnis begründen, dessen Abruf für den Verkäfer praktisch keine Mehrkosten verursacht. Bei solchen Angeboten kann einer der seltenen Klicks auf den Layer ausreichen, um den Werbetreibenden ein profitables Geschäft zu ermöglichen. Viele Layer-Werbungen fallen aber nicht in die Kategorie der "schwarzen Schafe". Warum also gibt es auch Werbeanzeigen von großen Firmen wie etwa o2 oder 1&1 in Layern zu sehen? Die vielleicht überraschende Antwort ist, dass es diesen Werbekunden wohl nicht darum geht, auf direkte Weise zu mehr Vertragsabschlüssen zu kommen. Nach der Meinung von Experten gibt es zwei Hauptgründe, warum diese Werber die Layer-Werbung nicht verbieten.
Cookie Dropping - Die Webseite der Werbetreibenden im LayerDie Layer-Anbieter erzielen ihre Erlöse in vielen Fällen durch das sogenannte Cookie-Dropping. Sie zeigen in dem Werbe-Layer nicht nur ein Bild an, sondern laden (verdeckt oder offen) die Werbeseite über einen Affiliate-Link in den Werbelayer. In diesem Moment wird dann ein sogenannter Cookie (Keks) auf dem System des Users gespeichert. Er besagt, dass der Layer-Anbieter den User als potentiellen Kunden akquiriert hat. Wenn der User nun direkt auf die Seite des Werbetreibenden ginge, würde eine Provision ggf. an den Layer-Anbieter fließen. Die Provision fließt also, obwohl die Kunden die Layer-Werbung weggeklickt haben. Fast alle Kunden interessieren sich aber nicht für den Layer, sondern klicken ihn einfach weg. Ein paar Tage später wollen sie wegen eines guten Angebots in einer Fernsehwerbung ein neues Handy bestellen. Sie gehen auf die Internetseite des Anbieters und bestellen das Handy. Auf dem System des Users liegt aber noch immer der Cookie des Layer-Anbieters, so dass der Handy-Anbieter die Provision an die Layer-Werber zahlt. Echte Kunden oder "Scheinkunden"?Kritiker der Layer-Werbung verstehen das Geschäftsmodell "Cookie Dropping" deswegen so, dass damit die Kundenakquise nur simuliert wird. Die Kunden würden das Produkt auch dann kaufen, wenn sie die Layer-Werbung zuvor nicht weggeklickt hätten. Die Werbetreibenden würden also über die Layer fast nur Kunden bekommen, die sie ohnehin bekommen würden. In ihren Statistiken sehen die Werber dann, dass einem unveränderten Kundenzuwachs ein deutliches Wachstum der Provisionszahlungen gegenübersteht. Cookie-FraudIn manchen Fällen sollen die Layer-Anbieter sogar noch weiter gehen. Sie zeigen im Layer dann nicht nur eine Webseite an, sondern zeigen per 1x1-Pixel / verdeckt / versteckt / unsichtbar eine ganze Reihe an Webseiten der Werber an. Wenn ein User mit einem solchen Cookie bei einem der Programmbetreiber einkaufen geht, würde der Layer-Anbieter eine Provision bekommen, obwohl der Kunde noch nicht einmal die Werbung gesehen, geschweige denn darauf geklickt hätte. Solch ein Fall ist wohl klar als Betrug zu bewerten. Spätestens hier sprechen die Experten daher auch von Cookie-Fraud (englisch für Cookie-Betrug). Manche Experten sehen aber keinen echten Unterschied zu der zuvor beschriebenen Methode des Cookie-Droppings, und sprechen daher in beiden Fällen von Cookie-Fraud. Layer - ein Auslaufmodell?Einige Werbetreibende scheinen mittlerweile zu bemerken, dass sie mit den Layern vielleicht übers Ohr gehauen werden. Arcor und easycredit z.B. haben im Februar 2008 in ihre Programmrichtlinien aufgenommen, dass die oben beschriebene Form der Layer-Werbung für ihre Produkte nicht mehr zulässig ist. Möglichwerweise wird es also das Geschenk der Werbetreibenden für die Layer-Anbieter und Webmaster nicht mehr lange geben. Und wenn das Cookie-Dropping die letzte Ruhe fände, blieben schlimmstenfalls nur noch die Abzock-Layer. Die hoffentlich aber kein Webmaster bei sich tolerieren wird. |